Genealogie Abzocke

–Dieser Beitrag ist für Minderjährige gedacht–

Ich bin auf auch auf Genealogie reingefallen, da es vielen anderen auch so geht möchte ich hier berichten, wie fies Genealogie vorgeht und wie man sich wehren kann! Vorweg will ich allen sagen, dass es keinen Grund zur Panik gibt, bisher soll es noch zu keinen Anzeigen gekomme, ausserdem läuft bereits ein Prozess gegen Genealogie (soweit mir bekannt)…

Wie es passiert ist:

Ich komme durch Werbung (eigentlich ignoriere ich Werbung) auf die Seite, eine „Wissenschaftliche Datenbank für Namens- und Ahnenforschung“, nach einer schnellen Anmeldung merkt man aber schnell, das dies ein Reinfall war, nicht von angeblicher Namens, oder Ahnenforschung. Nagut, also nach einem Besuch verlasse ich die Seite und vergesse sie. Einige Wochen später bekomme ich eine Genealogie Mail!
Nach anfänglicher Aufregung ignoriere ich die Mail… doch nach kurzer Zeit bekomme ich die erste Mahnung. In dieser wird bedroht, wie z.B.
„Diese Zahlungserinnerung wirkt verzugsbegründend und bewirkt gem. §§ 280, 286 BGB, dass Sie von nun an zum
Ersatz des sog. Verzögerungsschadens verpflichtet sind. Dazu gehören insbesondere auch die weiteren Kosten
der Rechtsverfolgung, etwa durch weitere Mahnungen, Einschaltung eines Inkasso-/Rechtsanwaltsbüros oder
Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens […]“
Wer schwache Nerven hat würde nun wahrscheinlich voller Panik zahlen, jedoch ist das der Trick der „Firma“.
Ich schreibe eine Berufung per Mail an Genealogie, die Antwort, eine automatisch generierte Mail.
Ich ignoriere alle weiteren Mails weiter…
Doch dann der Schock, ich bekomme Post nach hause.
Eine weitere Drohung… Ich bekomme Angst und informiere mich im Internet…

Wie man sich wehren kann:

Für Minderjährige, die sich mit falschen Daten angemeldet haben gibt es folgenden Musterbrief, den man per Einschreiben und Rückschein mit Unterschrift an Genealogie per Post, also nicht eMail schicken muss…
Ich habe seitdem keine Post mehr bekommen.

Weitere Links:

  • Meine Schwester (16 Jahre alt), hatte sich auf so einer SMS Seite (esimsen.com) angemeldet. Sie dachte das wäre wohl kostenlos. (Sie hatte die AGBs nicht gelesen, sondern nur den Angaben auf Startseite vertraut.) Als sie mir nebenbei davon berichtete, las ich mir die Mails noch einmal genau durch und war schockiert. Einer der Mails enthielt ne Mahnung mit einer ausführlichen Begründung.

    Unter anderem, dass man sich als Jugendlicher strafbar macht, wenn man falsche Daten angibt und das die IP, Handynummer und vieles weitere gespeichert sind. Ich konnte es gar nicht glauben, dass sie auf so etwas reinfällt, weil ich sie (merhmals) ermahnt hatte sich nicht auf solchen Seiten anzumelden.

    Nach mehrtägiger Recherche fand ich heraus, dass es das einfachste war, die Mahnungen zu ignorieren. Seitdem haben wir weder Post oder Besuch vom Anwalt noch vom Gerichtsvollzieher erhalten. Also einfach cool bleiben und auf keinen Fall bezahlen !

  • Pingback: Treide.org()

  • Nali

    hi ich habe auch so einen brief bekommen zuerst mal die mahnung dann habe ich 3monate später einen brief von dem rechtsanwalt von genealogie.de bekommen und da wurde gedroht mit einer strafranzeige wenn ihr was wisst postet es bitte iss wichtig

  • Soweit ich weiß hat Joseph (2. Admin dieses Blogs) auch 2 Briefe bekommen unter anderem auch mit einer solchen Drohung. Ich hab jedoch gelesen diese sollte man erst ernst nehmen wenn sie z.B. einem Rechtsanwalt unterzeichnet wurde oder so ähnlich.
    Auf jeden Fall hat er einen solchen Brief auch *nach* des Sendens des Minderjährigen-Schreibens bekommen und einfach ignoriert. Nun, viele Monate später scheint nichts mehr zu kommen.

  • Giuseppe

    Ja, ich habe auch zwei Briefe bekommen. Auch mit starken Drohungen (die wollen ja einschüchtern) Falls du noch Minderjährig bist schick zur Sicherheit den Musterbrief.
    Ich habe nun seit circa 1 Jahr nichts mehr von denen gehört.
    So ein Schreiben hat nichts zu bedeuten, das ist ja bloß eine Warnung und sagt nicht, dass du wirklich angezeigt wirst. Ich habe nicht gehört, das soetwas jemandem passiert ist.
    Da dies hier aber keine Rechtsberatung ist wende dich doch am besten an die Verbraucherzentrale!
    http://www.verbraucherzentrale.de/

    Grüße,
    Giuseppe

  • Also auf der Seite der Verbaucherzentrale Brandenburg gibt es auch einen Infotext zu Forderungen der „Kanzlei Höller“ welche wie es scheint von Genealogie beauftragt wird.

    http://www.vzb.de/UNIQ119445099625318/link353642A.html

    Dort steht:
    „Doch auch ein Anwalt oder eine Kanzlei als Absender ändert nichts daran, dass eine Forderung nur dann berechtigt ist, wenn ein wirksamer Vertrag abgeschlossen wurde“, unterstreicht Harald Gräfe von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Er rät Betroffenen deshalb: „Wenn die Kosten winzig klein geschrieben unter dem Anmeldebutton oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt wurden, sollte man die Forderung mit Verweis auf ein Urteil des Amtsgerichts München vom 16.01.2007 (AZ 161 C 23695/06) zurück weisen und die behauptete Vereinbarung vorsorglich widerrufen.“

    Gruß,
    foxx

  • Pingback: Ahnenforschung-Genealogie Portal()

  • Tim

    Was tun, wenn man nicht mehr mindejährig ist ? :/ So was doofes. Und ich dachte, das passiert mir nie. Als ich nach dem Anmelden eine bestätigungsemail bekommen habe, wollte ich den link klicken. Hat aber nicht funktioniert. Ich habe mich also noch nie eingeloggt/einloggen können.
    Was kann ich tun ?
    Danke,…ja, asche auf mein haupt, das is mir selbst peinlich genug, auf so ne abzocke reinzufallen,..bitte flamt mich nicht dafür ^^

  • Hallo Tim,

    es sind sicher auch sehr viele nicht-minderjährige drauf rein gefallen also bist du sicher einer unter vielen 😉
    Ich denke dir kann dennoch der Link den ich geschrieben hatte (http://www.vzb.de/UNIQ119605828509574/link353642A.html) weiterhelfen. Dieser ist nicht direkt auf minderjährige ausgelegt. Die gerichtlichen Urteile sprechen auch für dich.

    Gruß,
    foxx

  • Tim

    Danke Foxx 🙂

  • Michel Borer

    Ihr müssst nicht zahlen es ist alles rechtlich in ordnung wenn ihr die Mahnungen und Drohungen und weiss ich nicht was ignoriert.
    Die Staatsanwaltschaft ermittelt schon lange gegen diese Firma leider geht es nicht richtig vorwärts…falls ihr Fragen habt könnt ihr euch bei mir melden mfg Michel michelborer@gmx.ch

  • Michel Borer

    OB MINDERJÄHRIG ODER NICHT SPIELT KEINE ROLLE!!!!
    Das ganze ist wiederrechtlich was die machen keine Sorge

  • Giuseppe

    Ja, das stimmt. Da ich minderjährig bin habe ich den Artikel auf mich bezogen und habe auf einen Musterbrief für Minderjährige verwiesen. Für volljährige gibt es natürlich auch Links.
    Mal etwas anderes, wer allen ernstes Informationen über seinen Nachnamen haben möchte kann eine interessante SEite besuchen: http://www.verwandt.de/
    Meines Wissens kostenlos 😉

  • jessy

    ich bekam eine rechnung von 89 euro und hatte dann ein vorgeschiriebenen brief an die gesendet von namen- und ahnenforschung und die antwort hab ich darauf bekommen:

    Sehr geehrte/r Herr/Frau ,

    Vielen Dank für Ihre Anfrage beim Kundensupport von Namen-Und-Ahnen.de

    Ihre Beanstandung ist bei uns eingegangen. Zur Beantwortung möchten wir auf die folgenden Punkte hinweisen.

    Unsere Aufzeichnungen belegen Ihre Anmeldung unter Angabe Ihrer EMail-Adresse.

    Ihre Anmeldung mit anschließender Annahme durch uns unter gleichzeitiger Zusendung der Allgemeinen Geschäftsbeziehungen in Textform stellt einen Vertragsschluss dar. Dabei wurden Sie sowohl vor als auch mit Vertragsschluss über Ihr Widerrufsrecht informiert. Der Vertragsschluss über das Internet ist ohne Weiteres möglich und erfolgt bei unserem Angebot unter Beachtung der Verbraucherschutzvorschriften für den Fernabsatz. Insbesondere wurden Sie klar und deutlich sowohl in den von Ihnen als gelesen bestätigten Allgemeinen Geschäftsbedingungen als auch vor Anmeldung über den Preis der Dienstleistung informiert.

    Ein Widerruf dieses Vertrags ist zum vorliegenden Zeitpunkt leider auch nicht mehr möglich. Gem. § 312d Abs. 3 Nr. 2 erlischt das Recht zum Widerruf, wenn der Verbraucher die Ausführung der Dienstleistung selbst veranlasst hat. Eine solche Ausschlussklausel ist zum Schutz unserer Investition in die Datenbank unerlässlich. Darauf wurden Sie ebenfalls in hervorgehobener Form hingewiesen, sowohl in den von Ihnen als gelesen betätigten Geschäftsbedingungen und Verbraucherinformationen bei der Anmeldung als auch erneut mit der nachgewiesenen Zusendung bei Vertragsschluss.
    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf dieser Regelung auch bestehen müssen, um uns vor Missbrauch zu schützen.

    Ein wirksamer Widerruf des mit uns geschlossenen Vertrages zur Nutzung der angebotenen Datenbank ist nicht eingegangen. Daher haben wir Ihnen den in der Preisangabe ausgewiesenen Betrag inklusive Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt.

    Auf der Anmeldeseite unten, direkt bei der Anmeldeschaltfläche, finden Sie die Preisangabe. Wir haben Sie in hervorgehobener Form am Ende des Textes in Fettdruck positioniert. Zusätzlich befindet sich schon über dem ersten Eingabefeld mittig ein farblich hervorgehobener Sternchenhinweis („Bitte füllen Sie alle Felder vollständig aus ! *“) , der Sie zusätzlich zu der Preisangabe leitet (vgl. BGHZ 139, 368). Die Preisangabe finden Sie auch unter Punkt II. 7 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Verbraucherinformationen.

    Die Erstellung, Aktualisierung und Unterhaltung einer für den Online-Zugriff durch Dritte fähigen Datenbank stellt eine beträchtliche Investition dar. Hinzu kommen die von uns verauslagten Kosten für die Inhalte. Angesichts des Umfangs der angebotenen Leistung kann eine solche Leistung nur gegen Entgelt erfolgen. Schließlich bieten wir Ihnen diese Leistungen ohne störende Werbung oder Vermarktung Ihrer Daten an. Wir bitten daher um Verständnis, wenn wir auf die Erbringung der Gegenleistung bestehen müssen.

    Bitte beachten Sie auch, dass Sie sich nach Ablauf der Zahlungsfrist in Verzug befinden und ab diesem Zeitpunkt zur Erstattung weiterer Verzugsschäden verpflichtet sind. Wir empfehlen daher die fristgerechte Zahlung und bedauern, Ihre Einwendung zurückweisen zu müssen.

    Unabhängig von dem Entgelt für den Zugang zu unserer Datenbank sind Sie aber weiterhin kostenlos zur Teilnahme an unserem Gewinnspiel berechtigt, sofern Sie sich nicht schon dafür eingetragen haben – dafür wünschen wir Ihnen viel Glück!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihr Namen-Und-Ahnen.de – Support Team

  • Bin auch schon mal reigefallen!!

  • Horst

    das ist immer die selbe masche und meist sind es auch die selben leute, die da die strippen ziehen…eine bande von kriminellen, denen das handwerk gelegt werden muss. die staatsanwaltschaft (glaub mich zu erinnern, dass da frankfurt zuständig ist, aber wenn nicht, dann geben die es sicher weiter an die zuständige stelle), hat sich da bereits eingeschaltet.
    wer sich nun aber in der lage befindet, von mahnschreiben bombadiert zu werden, dann jetzt was grundsätzliches:
    NICHT BEZAHLEN !!! egal was da im schreiben steht und egal mit was man euch da droht…dem ersten brief (meist schon mahnung) widersprechen UND (was ganz wichtig ist, das angebliche abo kündigen!!!das ganze bitte mit einschreiben/rückschein schicken und dann nichts mehr machen…auch wenn von irgendeinen dubiosen anwalt was kommt…kann alles ignoriert werden…
    sollte dann irgendwas vom gericht kommen (was diese abzocker aber meist nicht wagen, da der schuss nach hinten losgeht), dann erst wieder widersprechen! form und fristgemäß (besonders auf die fristen achten…meist sind das 4 wochen!)

    grundsätzlich gilt: nichts und niemals irgendwas zahlen…
    wenn ihr betroffene seit, ob schon bezahlt oder nicht, dann erstattet anzeige und wendet euch an die staatsanwaltschaft…keiner hat irgendwas zu befürchten…und…bleibt cool…die können euch nichts!!!

  • Das immer noch Leute auf diese Triks einfallen!!!
    Mann sollte einen Internet-Führerschein einführen 🙂

    bis dann

  • hhkkhutupbmqrvszksaowtttmwdyua

  • Pia

    Ich finde diesen Artikel und die vielen hilfreichen Kommentare sehr interessant. Leider quillt das Internet nahezu über von Nutzlosanbietern. Immer wieder nerven solche Firmen und drohen mit Anwälten und Inkassobüros. Da diese Nutzlosanbieter aber wissen wie schlecht die Chancen vor Gericht für sie stehen weil diese Abos rechtswidrig sind kommt es meist nicht zu einer Gerichtsverhandlung.