iPod ohne iTunes – Musik von fremden iPods kopieren

Schonmal versucht vom iPod eines Bekannten Musik in die eigene iTunes Bibliothek oder direkt ins Dateisystem zu kopieren? Allein mit iTunes ist dies leider nicht möglich. Es gibt jedoch verschiedene Tools um genau das und mehr zu ermöglichen. Ich möchte hier verschiedene Programme für unterschiedliche Betriebssysteme kurz vorstellen:

Mac OS X – iTunesFS

Für den Mac gibt es unter anderem die Lösung über das MacFuse Plugin iTunes. Mit MacFuse kann man mit normalen Benutzerrechten unterschiedliche Dateisysteme zur Laufzeit in das Dateisystem einbinden. Mit iTunesFS kann man die iTunes Bibliothek genau wie z.B. einen USB Stick mounten. Auf diesem „Volume“ befindet sich dann die gesamte iTunes Musik nach Interpreten, Alben, Playlisten usw. ordentlich einsortiert. Wenn man einen iPod anschließt wird auch dessen Inhalt in dieser Form angezeigt. Die einzelnen Titel oder auch ganze Alben oder Interpreten lassen sich so ganz einfach an andere Orte kopieren. Das Befüllen einer iPods oder der Musikbibliothek ist damit leider nicht möglich.

itunesfs_11

Um iTunesFS zu nutzen muss MacFuse installiert sein. Für Leopard sollte man auf die aktuelle Beta der Version 1.7 zugreifen, welche MacFuse in der Version 2 benötigt. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist kann man das Tool von der Entwicklerhomepage herunterladen und die „iTunesFS.app“ Datei aus dem DMG Volume in den Programme Ordner kopieren. Nach einem Doppelklick auf das Symbol sollte nach wenigen Sekunden die iTunes Bibliothek sowie die gemounteten iPods im Finder auftauchen.

Windows – Sharepod, Floola und rebuild_db

Seit Jahren ohne Windows fällt es mir schwer entsprechende Tools für Windows zu nennen. Jedoch hat sich Caschy näher mit dem Thema auseinandergesetzt.

Interessant könnten „SharePod“ und „Floola“ sein, welche jeweils die Musik auf dem iPod anzeigen können und auch das Kopieren von Musik vom iPod auf den Computer ermöglichen sollen. Beide gibt es kostenlos in Form einer einzelnen ausführbaren exe Datei (bzw. Floola auch für Linux und Mac), welche direkt vom iPod ausgeführt werden kann.

Mit rebuild_db kann man zudem die direkt auf das Geräte kopierte Musik in die Bibliothek des iPods übernehmen lassen, so dass sie sich mit dem iPod abspielen lässt. In Klartext heißt dies: Musik direkt über den Explorer auf den iPod kopieren, rebuild_db ausführen und die Musik unterwegs genießen.

Linux – Rhythmbox, Amarok und Floola

Unter Linux braucht man sich darüber meist keine Gedanken zu machen. Bei den meisten Distributionen die Gnome verwenden ist die Musikverwaltungssoftware Rhythmbox gleich enthalten. Rhythmbox unterstützt die meisten (?) iPods und zeigt diese ähnlich wie iTunes in der eigenen Seitenleiste an. Anders als in iTunes lässt sich die Musik jedoch direkt in Rhythmbox auch vom iPod in die lokale Bibliothek kopieren. Mit dem KDE Programm Amarok sollte das ähnlich funktionieren, ich habe das jedoch nie getestet.

Außerdem gibt es auch für Linux das kleine Programm „Floola“, welches ich bereits für Windows erwähnt habe. Dieses lässt sich wie die Windows Version direkt auf dem iPod ausführen. Dafür wird jedoch GTK benötigt.

  • Giuseppe

    floola finde ich richtig gut. sieht aus wie itunes und ist einfach zu bedienen. aber habe soweiso keienn ipod mehr.

  • Billickz

    Also ich bleib bei Itunes. Läd zwar ein bisschen lange, ist aber ansonsten ziemlich kompakt und gut aufegbaut!

  • Sarah

    Danke für den Artikel. Da ich ebenso Windows nutze, kann ich bestätigen, dass sharepod wie floola gut sind. Als Alternative zu iTunes bevorzuge ich momentan aber den copytrans manager (http://www.copytrans.de/copytransmanager.php – wen es interessiert) – auch Freeware und wie sharepod schnell und sehr einfach zu bedienen.

  • Danke für den Hinweis und das Lob!