Ubuntu 7.04 erschienen, ShipIt wieder eröffnet

Ubuntu LogoEs ist zwar jetzt schon eine ganze Zeit lang her, aber ich finde das ist immer noch eine Meldung wert: Am 19.04.2007 ist pünktlich zum angestrebten Termin die Version 7.04 der Linux Distribution Ubuntu mit dem Codenamen Feisty Fawn erschienen. Neuerungen sind z.B. die einfache Codec-Nachinstallation für Mp3, DVD,…-Unterstützung. Man wird beim Versuch solche Formate abzuspielen gefragt, ob man die entsprechenden (kommerziellen) Codecs nachinstallieren möchte.

Dazu werden nun viele binäre (kommerzielle) Treiber für WLAN Karten mitgeliefert und auf Wunsch aktiviert. Dafür gibt es ein neues Verwaltungstool (Siehe Screenshots). Mit diesem lassen sich auch Treiber für WinModems, Grafikkarten und weitere aktivieren, jedoch werden diese Treiber aus dem Internet nachgeladen (Wofür ja oft die WLAN Verbindung benötigt wird und weshalb diese Treiber ja direkt auf der CD beigelegt sind).
Bei der Installation werden nun bestehende Windows und Linux Benutzer automatisch erkannt und Dokumente, Lesezeichen/Favouriten usw. können importiert werden.

Wie bereits seit Ubuntu 6.06 (Codename Dapper Drake) ist die Standard-CD, die so genannte Desktop-CD gleichzeitig eine Installations- und eine Live-CD. Das heißt, dass wenn man von der CD bootet, sie also beim Rechnerstart einlegt, ein funktionsfähiges Ubuntu System zu sehen ist, auf dessen Desktop sich ein Installations-Symbol befindet welches einen Wizard öffnet, welcher schrittweise durch die Ubuntu-Installation führt.

Weiterhin ist der ShipIt Service nun wieder für Ubuntu Feisty eröffnet. So kann man sich dort kostenlos nun „nur noch“ bis zu 3 CDs bestellen die einem dann versandkostenfrei zugeschickt werden. Mehr CDs müssen begründet beantragt werden. Dieser Service ist vor allem für Linux-Nutzer in (Süd-)Afrika und anderen Gebieten gedacht, in denen DSL-Leitungen unmöglich, oder eine Seltenheit sind. Dennoch ist er aus Werbegründen auch z.B. in Deutschland verfügbar. Ich hab kurz vor dem Erscheinungsdatum 3 CDs bestellt und diese kamen auch am letzten Samstag an. In schicker Hülle und mit 4 Ubuntu Stickern 😉

So hier nun ein paar Screenshots:
ubuntu_704_screenshot_1.jpgubuntu_704_screenshot_2.jpgubuntu_704_screenshot_4.jpgubuntu_704_screenshot_3.jpgubuntu_704_screenshot_5.jpg

[Update] Nero Linux 3 Beta

Nero Linux SplashEs kennt wahrscheinlich fast jeder die Brennsoftware Nero für Windows – doch die wenigsten wissen, dass es auch eine Nero-Version für Linux gibt: Das Brennprogramm Nero Linux!
Von diesem ist vor kurzem eine Beta-Version der Version 3 erschienen, welche nun eine neue Oberfläche besitzt welche an Nero Burning ROM angelehnt ist und auf GTK2+ aufsetzt (Sieht nicht mehr so hässlich aus :)). Außerdem werden HD DVD und Blue-ray Disks unterstützt und vieles mehr.

Hier ein paar Screenshots (Zum vergrößern anklicken):
Nero Linux Screenshot 1Nautilus ISO-Mount Screenshot 2Nero Linux Screenshot 3

Das Beste: Als Testversion ist Nero Linux 3 kostenlos. Jedoch ist die Verwendung dabei auch auf eigene Verantwortung.

Update:
Heute ist nun die finale Version erschinen. Käuflich ist sie für 19,99 € Einzelpreis und ist, wie auch schon bei älteren Nero Varianten für Linux, mit einer Nero 7 Lizenz nutzbar. Eine 30 Tage Version der Software ist weiterhin kostenlos verfügbar. Nach den 30 Tagen muss eine Lizenz erworben werden. Sie ist laut Nero unter vielen Linux Distributionen wie Red Hat Enterprise Linux 4, SuSE Linux 10.0, Fedora 4, Debian GNU/Linux 3.1 und Ubuntu 5.10 (Und neuer) lauffähig und liegt als rpm und deb-Paket vor.

ISOs unter Linux mounten

Für Windows gibt es Programme wie Daemon Tools oder Alcohol 120% um ISO Dateien wie CD-Rom Laufwerke einzubinden. Unter Linux funktioniert das gleich mit Boardmitteln – allerdings nur mit der Konsole. Dafür muss nur der folgende Befehl ausgeführt werden:

sudo mount datei.iso /verzeichnis/in/welches/eingebunden/werden/soll -o loop

Das ist für viele Anwender wohl eher unpraktisch weshalb ich hier 2 grafische Möglichkeiten vorstellen möchte.

1. Das Programme AcetoneISO
Es bietet viele Funktionen unter einer gut strukturierten QT-Oberfläche (Also eigentlich für den Desktop KDE geschrieben geht aber auch beim Standarddesktop von Ubuntu Gnome). So kann man nicht nur einfach ISOs ein- und ausbinden und ein beliebiges Verzeichnis zum Einbinden wählen, sondern man kann auch ISO-Dateien verschlüsseln, komprimieren, extrahieren (entpacken), zerteilen (splitten) und wieder zusammenfügen und vieles mehr.
Leider ist das Programm (noch) nicht lokalisiert und nur in Englisch verfügbar. Aber auch wenn man kein Englisch versteht wird man die wenigen verwendeten Begriffe auf den Buttons verstehen.

Installation
Da AcetoneISO als .deb-Datei für Ubuntu/Kubuntu und Debian und .rpm für SuSE & co vorliegt, ist die Installation ganz einfach. Unter Ubuntu braucht man nur auf den Download-Link klicken, die Datei auf dem Desktop sichern und auf diese doppelklicken. Der Rest erklärt sich denke ich von selbst.
Nach der Installation befindet es sich im Menü Anwendungen/Zubehör/AcetonISO
Hier noch einige Screenshots (Zum vergrößern anklicken):

AcetonISO Screenshot 1AcetonISO Screenshot 2AcetonISO Screenshot 3

2. Intigration in Nautilus (ISOs über das Kontextmenü mounten)
Die zweite Möglichkeit erlaubt ein einfaches Einbinden der ISOs über das Nautilus-Kontextmenü. Für die Installation sollten folgende Schritte gewählt werden:

  1. Download der folgenden beiden Dateien
    mount_iso.sh
    unmount_iso.sh
  2. Verschieben der Dateien in das Verzeichnis /home/benutzername/.gnome2/nautilus-scripts
    (Wenn es nicht zu finden ist über Ansicht/Verborgene Dateien anzeigen einblenden oder manuell in der Adressleiste eingeben.)
  3. Beide Dateien markieren und in Rechtsklick/Eigenschaften/Zugriffsrechte wechseln. Dort ein Häckchen bei „Datei als Programm ausführen“ machen.
  4. Nun überprüfen ob bei einem Rechtsklick auf eine .iso-Datei ein Untermenü Skripte mit den beiden Dateien erscheint. Wenn nicht einfach noch einmal vom System abmelden und wieder anmelden.

Hier ebenfalls noch ein paar Screenshots:

Nautilus ISO-Mount Screenshot 1

Nautilus ISO-Mount Screenshot 2

Nautilus ISO-Mount Screenshot 3
Ich hoffe die Anleitungen sind einigermaßen verständlich. Viel Spaß damit!

Hamachi Linux-Einrichtung

Hamachi LogoVor einiger Zeit hab ich einen Eintrag zu dem einfachen VPN-Clienten Hamachi geschrieben, welcher auch für Linux verfügbar ist. Jedoch gibt es nur eine Konsolen-Version welche für den normalen Nutzer nicht unbedingt leicht zu installieren und nutzen ist. Aus diesem Grund möchte ich hier eine Schritt für Schritt Anleitung zur Hamachi Linux Installation bieten. Außerdem arbeite ich an einem grafischen Wizard der einen sehr einfach durch den Installationsvorgang leitet so ähnlich wie der Installer für Windows (Wenn jemand Lust hat mit zu arbeiten und sich ein wenig mit Python und PyGTK/Glade auskennt kann er sich ja gerne bei mir melden.)

  1. Hamachi Linux von der Hamachi-Seite downloaden und entpacken
  2. In das entpackte Verzeichnis wechseln (cd /pfad/zum/verzeichnis) und folgenden Befehl in einer Konsole eingeben:
    sudo checkinstall
    (Erstellt ein Debian-Paket von Hamachi und installiert dieses. Ermöglicht eine einfache Deinstallation. Wenn dies nicht klappen sollte alternativ sudo make install eingeben)
  3. Dieser Schritt ist nur für Ubuntu 7.10 (Gutsy) Nutzer relevant und kann eventuell auch bei Problemen mit anderen Linux-Versionen helfen. In der Regel kann bei der Verwendung einer anderen Linux-Distribution bzw. Version mit dem Schritt 4 fortgefahren werden!Unter Ubuntu 7.10 gibt es Probleme mit der Ausführung des mit UPX gepackten Programmes „hamachi“ nicht. Zur Umgehung dieses Problemes kann man die Anwendung einfach wieder entpacken so dass UPX kein Problem mehr darstellen sollte. Dafür muss zur Vorbereitung das Paket „upx-ucl-beta“ (Oder wenn verfügbar „upx-ucl“) installiert werden. Dies kann grafisch z.B. mit Synaptic oder direkt in einem Terminal passieren:sudo apt-get install upx-ucl-betaNun wird mittels der neuen Anwendung „upx“ die Datei /usr/bin/hamachi entpackt. Dazu reicht der folgende Befehl im Terminal:

    cd /usr/bin; sudo upx -d hamachi

    Anschließend sollte die Installation problemlos weiter verlaufen also hamachi, hamachi-init & co sollten sich ausführen lassen.

  4. gHamachi downloaden und entpacken (Stabile Version (Im Moment offline) | Beta Version (empfohlen, funktioniert auch mit Beryl/Compiz))
  5. Die Datei ghamachi aus dem entpackten Verzeichnis in ein beliebiges Verzeichnis kopieren und per Doppelklick ausführen. Den folgenden Dialog bejahen und in den Einstellungen einen Nickname festlegen. Nun kann ein Netzwerk betreten werden. Ihr könnt ja zum Beispiel das Netzwerk meines Blogs betreten.
    Name: janek.php4you.de
    Passwort: LIUUopaglhja7
    Anschließend nicht vergessen mit Rechtsklick/Go-Online auf der Netzwerk in diesem Online zu gehen. Sonst kann kein Datenaustausch statt finden.
  6. Im Ubuntuusers Wiki wird noch das Ausführen der folgenden Befehle empfohlen um einen Datenaustausch zu gewährleisten. Bisher ergab dies bei mir keinerlei Probleme:

     

    cd

    sudo iptables -A POSTROUTING -t nat -o ham0 -j MASQUERADE
    Laut dem Autor des Artikels können sonst keine Multiplayer Spiele über das Hamachi Netzwerk gespielt werden und auch der Datenaustausch über Samba Freigaben ist unmöglich.

  7. Wenn gewünscht könnt ihr noch diese Schritte ausführen um Hamachi automatisch beim Systemstart zu laden.
    1. Download des init-Scripts
    2. Öffnen des Skriptes mit einem beliebigen Editor. Die folgende Zeile muss angepasst werden: user = ‚benutzername‘

      Dort muss folglich „benutzername“ durch den entsprechenden Systembenutzer ausgetauscht werden. Dieser kann nicht automatisch ermittelt werden, da das init-Skript vor der Benutzeranmeldung gestartet wird.
    3. Kopieren des Scripts in /etc/init.d mit sudo cp hamachi_control /etc/init.d
    4. Ausführbar machen mit sudo chmod +x /etc/init.d/hamachi_control
    5. In die Standard Runlevel kopieren mit sudo update-rc.d hamachi_control defaults
    6. Testen mit sudo /etc/init.d/hamachi_control stop && sudo /etc/init.d/hamachi_control start
      Die Ausgabe sollte in etwas die folgende sein:

      Shutting down .. ok
      Hamachi wurde gestoppt!
      Starting Hamachi hamachi-lnx-0.9.9.9-20 .. ok
      Logging in …..>……. ok
      Hamachi wurde gestartet!
    7. Wenn ihr den Network Manager aktiviert habt, was bei Ubuntu 7.04 (feisty) standardmäßig der Fall ist, wird der Autostart nicht richtig funktionieren, da dieser erst beim Laden von Gnome die Netzwerkverbindung aufbaut. Damit kann sich beim Systemstart Hamachi nicht mit dem Internet verbinden. In diesem Fall müsst ihr entweder den Befehl sudo /etc/init.d/hamachi_control restart oder ghamachi nach jedem Neustart ausführen.

Falls bei euch irgend etwas nicht klappen sollte schreibt dies bitte als Kommentar damit ich eine Lösung finden kann (Bitte auch wenn ihr einen Fehler entdeckt-, aber schon eine Lösung gefunden habt)

Update 1: Fehlender Schritt in der Autostart-Anleitung (Anpassung des init-Skriptes).

Update 2 (11.10.07): Die Installation der Linux Version von Hamachi funktioniert bei mir leider nicht mit Ubuntu Gutsy. Zwar scheint make install zu funktionieren jedoch passiert beim Ausführung von hamachi oder hamachi-init nichts. Keine Fehlermeldungen oder so etwas – einfach nichts. Wenn ich eine Lösung des Problems gefunden habe werd ich diese schreiben.

Update 3 (18.10.07): Ich hab die Hamachi Installation nun erfolgreich auf meinem Gutsy-System abgeschlossen. Eine Lösung gibt es hier. Diese Anleitung wurde dementsprechend angepasst.

Update 4 (19.04.09): Offizielle gHamachi Webseite ist offline. Alternativen Link für gHamachi 0.8.1 hinzugefügt, auf nichtverfügbarkeit von der stabilen Version hingewiesen.

Ubuntu Vista

Eigentlich bin ich ja kein Windows-Fan aber der Style von Windows Vista gefällt mir zugegeben schon sehr gut. Also hab ich gedacht was Windows kann, kann Linux schon lange und hab mal versucht mein Ubuntu möglichst Vista-Ähnlich zu stylen. Dabei hab ich aber nicht den Aufbau des Desktops verändert da mir da Gnome besser gefällt
Als Hilfe hab ich hauptsächlich Vistalinux genutzt. Das ganze hat ca. 10 Minuten gedauert. Hier ein paar Screenshots des Ergebnisses:

Screenshot Vistabuntu 1 Screenshot Vistabuntu 2 Screenshot Vistabuntu 3
Screenshot Vistabuntu 4 Screenshot Vistabuntu 5 Screenshot Vistabuntu 6

Naja, die Effekte gibts zum größten Teil nicht in Vista aber ich hab sie trotzdem mal rein genommen 😉

Ubuntu Paketquellen

Ubuntu LogoHier werde ich nun eine Liste mit empfehlenswerten Paketquellen für Ubuntu Linux führen. Dabei wird dies keine reine sources.list sein sondern eher die Vorstellung der Quellen mit Link zur Homepage. Denn es ist nicht empfehlenswert einfach irgendwelche Quellen einfach mal hinzuzufügen nur um mehr Pakete zu haben sondern man sollte Fremdquellen nur verwenden, wenn man sie wirklich benötigt und wenn möglich nach der Installation der Pakete wieder deaktivieren. Die Quellen sind von mir teilweise unter einem Ubuntu feisty getestet worden (Ich kann ja nicht jedes Paket ausprobieren). Dann fang ich einfach mal an 😉

  • GetDeb
    Diese Paketquelle bietet kein Repository für die sources.list an sondern bietet eine Web-Oberfläche über die man mit wenigen Klicks die angebotenen Pakete installieren kann (Mit dem GDebi Installer der sich automatisch öffnet). Sie bietet viele hochwertige Pakete welche teilweise in älteren Versionen in den offiziellen Quellen vorhanden sind und teils komplett neu sind.
  • Medibuntu
    Die Medibuntu Paketquelle enthält aktuelle, uneingeschränkte Versionen der Multimedia-Libs wie libdvdcss, ffmpeg, w32codecs oder libavcodec. Außerdem gibt es dort noch Pakete für Skype, Google Earth und Adobe Reader.
    Dies ist die einzige Paketquelle die ich zusätzlich zu den offiziellen immer aktiviert lasse. Sie ist Nachfolger des alten PLF Repositorys.
  • Ekiga CVS
    Ekiga ist eine SIP-Internettelefonie Software für Linux (GTK2). Die aktuelle stabile Version hat bei mir ab und zu noch ein paar Macken mit der 1&1 Internettelefonie (schlechte Sprachqualität, verzögertes Auflegen, Webcam funktioniert nicht richtig), weshalb ich lieber die bereit gestellen Pakete für einen aktuellen Snapshot aus dem CVS-Repository nutze. Zwar ist auf der Seite keine Info, dass es auch Pakete für feisty und edgy gibt, jedoch muss dafür einfach nur dapper durch edgy, feisty bzw. gutsy ersetzt werden. Die Pakete werden bereits gebaut.
  • WineHQ
    Die WineHQ Ubuntu Repositorys bieten für Ubuntu Dapper, Edgy, Feisty, Gutsy und auch Debian Etch stets aktuelle Pakete zum Download. Diese können auch direkt in Apt/Synaptic eingebunden werden. Die Pakete funktionieren bei mir sehr zuverlässig.
  • Seveas‘ Ubuntu Packages
    Das Seveas Repository enthält unter anderem die Programme nx und freenx welche platformübergreifende, schnelle Verbindungen zu entfernten Bildschirmen ermöglichen. Die Geschwindigkeit ist deutlich höher als zum Beispiel bei VNC. Leider ist dies auch nicht die aktuellste Version. Diese ist bei GetDeb in Arbeit.
    Weiterhin gibt es in dem Repo auch die w32codecs und libdvdcss.
  • geole
    Das Ubuntu Repository von Geole beinhaltet aktuelle Pakete von gnucash, einer Homebanking Software für Linux, welche Onlinebanking Unterstützung besitzt. Außerdem finden sich dort Multimedia-Programme wie freevo.
  • Jbbr-Repository
    Das von mir verwaltete Repository mit einigen Multimedia Programmen, Spielen und mehr.

Solltet ihr mit irgendeinem der Repos Probleme haben schreibt dies bitte im Kommentarfeld.

Update (21.10.07): geole Repository hinzugefügt
Update (23.12.07): Jbbr Repository hinzugefügt

GfxBoot (Animierter Grub für Ubuntu)

Und wieder ein kleines Tool für Ubuntu: Den Patch für einen schicken, bunten, animierten Grub-Bootloader wie es SuSE-Nutzer gewöhnt sind gibt es nun auch für Ubuntu. Das ganze kann dann so aussehen:

Grub GFX-Theme 1 Grub GFX-Theme 2 Grub GFX-Theme 3
Link Link Link
Grub GFX-Theme 4 Grub GFX-Theme 5 Grub GFX-Theme 6
Link Link Link

Installiert wird der neue Grub folgendermaßen:

  1. Den alten Grub deinstallieren (sudo apt-get remove grub)
  2. Paket grub-gfxboot installieren
  3. Gewünschtes Theme downloaden und gegebenfalls entpacken. Der Inhalt des Archives bzw. die Datei muss nach /boot/grub kopiert werden. Die Downloads zu den oben gezeigten Themes gibt es immer unter den darunter stehenden Links.
  4. /boot/grub/menu.lst bearbeiten (gksu gedit /boot/grub/menu.lst) und ganz oben gfxmenu /boot/grub/message.xxxxx einfügen.Dabei muss xxxxx durch die entsprechende Dateinamenerweiterung ersetzt werden. Sollte in der Datei ein nicht auskommentierter (kein # davor) Eintrag mit dem Namen splashimage existieren, muss dieser entfernt oder auskommentiert werden (einfach ein # davor schreiben)
  5. Der neue Grub muss nun im MBR installiert werden. Dafür muss erst einmal die Festplatten Bezeichnung herausgefunden werden. Wenn ihr diese kennt könnt ihr diesen Schritt überspringen.
    Dafür muss in einer Konsole sudo fdisk -l eingegeben werden. Dabei werden alle vorhandenen Festplatten gelistet und ihr müsst euch den Namen der verwendeten Platte merken. Festplatten heißen in der Regel /dev/sdx oder /dev/hdx wobei eine hinten stehende Nummer auf eine Partition auf dieser Platte hinweist. Es ist keine Partition gesucht!
    In diesem Beispiel fahre ich mit der Festplatte /dev/sda fort. Diese Bezeichnung müsst ihr gegebenfalls anpassen.
  6. Zur Installation in des Grubs muss nun der folgende Befehl in einer Konsole ausgeführt werden:sudo grub-install /dev/sda
  7. Fertig, das wars! Nun einfach neustarten und den neuen Anblick genießen. Falls es Probleme geben sollte könnt ihr mittels einer Ubuntu-CD wieder den alten Bootloader herstellen. Eine Anleitung dafür gibt es im Ubuntuusers-Wiki.

Start-Up Manager (SUM)

Ich hab grad ein sehr praktisches Tool gefunden mit dem Namen „Start-Up Manager“ (Kurz SUM). Es erlaubt die einfache Konfiguration von Grub, einem Bootloader für Linux der standardmäßig in Ubuntu verwendet wird und von der Start-Animation von uSplash. Damit kann man sehr einfach neue, aus dem Internet herunter geladene uSplash Themes installieren und aktivieren um von den langweiligen Standard-Themes los zu kommen.
Außerdem kann man beispielsweise einen Passwortschutz in den Bootloader einbauen um unbefugten den Zugriff zu verwehren.

Hier einige Screenshots:

Start-Up Manager 1Start-Up Manager 2Start-Up Manager 3

(Zum vergrößern anklicken)

Die Installation ist dank eines fertigen Paketes sehr einfach. Es gibt nur wenige Abhängigkeiten, da der SUM in Python geschrieben ist und dieses in der Regel bei verbreiteten Distributionen vorinstalliert ist. Das Programm erscheint nach der Installation im Menü System/Administration/Start-Up Manager.

Tipp: uSplash Themes gibt es zum Beispiel auf Gnome-Look.org dort findet man sie am besten, indem man in der Suche den Suchbegriff „usplash“ eingibt.

Achtung: Zusammen mit grub-gfx lässt sich der Start-Up Manager nicht mit dem hier genannten Ubuntu-Paket installieren. Um dies zu erreichen, ladet euch das neuste Quellcode-Archiv. In diesem gibt es immer ein .deb-Paket für alle Debian basierte Distributionen ohne große Abhängigkeiten.

Update (19.10.07): Ab Ubuntu 7.10 (Gutsy) ist der Start-Up Manager bereits in dem Universe-Repository enthalten. Wenn dieses aktiviert ist, reicht ein sudo apt-get install startupmanager zur Installation. Dieses Paket kommt auch nicht mit einem eventuell vorhandenen grub-gfx in Konflikt.